Welle
Mit ihrer Skulptur „Welle“ holt Nina Laaf das Meer in die Trockentäler der Muschelkalkregion und entwirft eine Szenerie aus sieben dynamischen Wellen verschiedener Größe.
Der Betrachter durchwandert die Wellen, verspürt eine große Energie und Dynamik – und wird so zum Teil der Installation. Er erfährt einen surrealen Moment inmitten des Meeres. Es ist eine Szenerie aus sieben dynamischen Wellen verschiedener Größe: Die Wellenformen regen die Phantasie des Betrachters an. Er kann sich vorstellen, er befinde sich gerade mitten am bzw. im Meer. Die sieben Wellen begleiten den Radfahrer ein Stück seines Weges. Er durchwandert die Wellen und wird so zum Teil der Szenerie. Der Radfahrer kann sich selbst entfalten und entscheiden, ob er bei den Wellen – „im Meer“ – verweilen oder sie zügig durchqueren möchte. Die grafische Form der Wellen steht einerseits im Gegensatz zur Natur: „Echte“ Wellen verschmelzen vor unserem Auge zu einer Gesamtfläche des Meeres. Andererseits lassen die von der Künstlerin eingearbeiteten Aussparungen innerhalb der Wellenformen Durchblicke auf selbige zu.
Die Künstlerin lotet in ihren Werken Möglichkeiten aus, um aus mehreren kleinen Elementen große Skulpturen und raumgreifende Installationen zu konstruieren. Diese fordern die Partizipation des Betrachters - sie wollen begangen und erfahren werden.
Skulptur von Nina Laaf
Nina Laaf wurde 1977 in Hilden geboren.
Nina Laaf studierte zunächst Kunsttherapie in Nimwegen und arbeitete im Anschluss als Kunsttherapeutin in den Niederlanden. 2011 begann sie ein Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Prof. John Bock. Von 2014-2016 studierte sie bei Prof. Harald Klingelhöller und schloss mit dem Diplom ab. Bis 2017 war sie Meisterschülerin des Professors. Laaf war 2013 Preisträgerin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe; 2017 gewann sie den Preis der 23. Karlsruher Künstlermesse und 2018 wird ihr der Hanna–Nagel–Preis verliehen. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Karlsruhe.
Nina Laaf interessieren Systeme im weitesten Sinne - sowohl industrielle als auch menschliche. Die Künstlerin lotet Möglichkeiten aus, um aus mehreren kleinen Elementen große Skulpturen und raumgreifende Installationen zu konstruieren. Die Mobilität, die diese Arbeitsweise ermöglicht, spielt für sie eine große Rolle.
Einige ihrer Arbeiten beschreiben Räume und machen Bewegungen sichtbar. Andere greifen in sich selbst architektonische Elemente auf, sodass sie die räumliche Situation in gewisser Weise mitbestimmen. Von besonderer Bedeutung für die Künstlerin sind „Gegenspieler“ und Gegensatz-Paare: Sie setzt bewusst sich duellierende Materialen, Formen und Farbgebung nebeneinander. Ihre künstlerischen Formen lehnen sich dabei an alltägliche Gegenstände an, die Nina Laaf aus ihrem herkömmlichen Zusammenhang löst – und einen passenden Kontrahenten findet. Die Titel ihrer Arbeiten spiegeln diesen spielerischen Umgang des Entstehungsprozesses wieder und verraten nicht selten ein Augenzwinkern der Künstlerin.
Laafs großformatige Installationen fordern die Partizipation des Betrachters, sie wollen begangen und erfahren werden. Oftmals beziehen ihre Arbeiten sich konkret auf ihren Ausstellungsort - wie auch die für den Skulpturenradweg entworfene Installation Welle.
Weitere Infos zur Künstlerin finden Sie unter www.nina-laaf.de
- Erbaut 2019
- Edelstahl, lackiert: größte Welle ca. 2 x 2 m, kleinste Welle ca. 0,5 x 0,5 m