Hinab durch die Mitte
Ein Abstecher zum Adelsheimer Stadtteil Sennfeld führt zu einem poetischen, humorvollen Werk, das sich an die Betrachterphantasie richtet.
Einen Blick „hinab durch die Mitte“ gewährt der unscheinbare Brunnen mit freier Sicht durch die Erde hindurch, auf die „andere Seite“ des Himmels, die wir von hier aus nicht sehen können. Unter einer Linse befindet sich außerhalb ihres Brennpunktes die Abbildung des Sternenhimmels, die erst mit der Brechung durch Wasser sichtbar wird. Der Brunnen füllt und leert sich in regelmäßigen Intervallen.
Als vielfach verwendetes Motiv in Literatur und Kunst eröffnet der Brunnen ein breites Spektrum an Bedeutsamkeit. Die Künstlerin stellt der eigenen Wahrnehmung viele Fragen. Zum Beispiel, wann ein Loch in der Erde aufhört, tief zu sein oder ob ein grenzenloser Fall durch die Erde noch Fallen wäre oder Aufsteigen. Mit Blick auf den südlichen Sternenhimmel kann der Betrachter seinen eigenen Assoziationen und Erinnerungen nachhängen und sich für ein paar Momente verzaubern lassen.
Skulptur von Jenny Rempel
Jenny Rempel wurde im Jahr 1982 in Königswusterhausen geboren.
Von 2001-2002 hospitierte Jenny Rempel bei Motionworks Animations- und Zeichentrickstudio in Halle. 2002 begann sie ihr Studium an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle im Fachbereich Plastik/Metall bei Prof. Andrea Zaumseil. Seit 2013 hat Jenny Rempel ihren Diplomabschluss und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Halle Saale. Seit 2016 ist sie Mitglied des BBK Sachsen-Anhalt e.V.
Weitere Infos zur Künstlerin finden Sie unter www.jennyrempel.de
- Erbaut 2005
- Durchmesser: 1,25 m
- Beton, PMMA-Linse, Edelstahl, Glas