Flora und Fauna
Wie ein zufällig abgeworfenes Gebilde wirkt der Goldball in der Natur. Verena Frank führt der Natur Flora und Fauna als stählernes Konglomerat zurück.
Ihr poetisches Kunstwerk besteht aus 22 identischen Einzelteilen, die sie in Handarbeit in unterschiedliche Formen gebogen und verschweißt hat.
Eine intensive Auseinandersetzung mit den Pflanzen und Tieren der Region hat die Künstlerin zu ihrer Skulptur inspiriert. Grundlage des Werks sind ihre Zeichnungen der geschützten und bedrohten aber auch vertrauten Lebewesen. In Edelstahl konvertiert, treten heimische Flora und Fauna wie in einem Mikrokosmos untereinander in Beziehung und werden als Schmuckstück aus Weißgold neu in die Landschaft eingefügt. Die glänzenden, zu einem gestrüppartigen Ball zusammengefügten Elemente motivieren zum genauen Hinsehen. Trotz der Gleichförmigkeit der Einzelteile erhält jedes Element eine eigene Anmutung und lässt sich aus dem organischen Gemenge herauskristallisieren.
Symbolisch kann das Spiel zwischen der Leichtigkeit der Struktur und der Eigenschaft des Materials gesehen werden. Das glänzende Gold als sakrale Farbe deutet auf eine Mystifizierung der Natur hin.
Skulptur von Verena Frank
Verena Frank wurde im Jahr 1974 geboren.
Nach einer Ausbildung in den Bereichen Musik, Tanz und Theater und einem Diplom als Physiotherapeutin, besuchte Verena Frank zunächst die Freie Kunstschule Stuttgart. 1999 begann sie ihr Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Klasse für Bildhauerei, Performance, Neue Medien. 2002-2003 war sie Gaststudentin an der Ecole nationale supérieure des Beaux-Arts, Paris. 2005 erhielt sie das Baden-Württemberg-Stipendium der Landesstiftung Baden-Württemberg für Japan.
Weitere Infos zur Künstlerin finden Sie unter www.verenafrank.de
- Erbaut 2005
- ø 2,2 m, ca. 250 kg
- Edelstahl